Reflexion Quran 30:30-37
30 So richte dein Antlitz in aufrichtiger Weise auf den Glauben; (dies entspricht) der natürlichen Veranlagung, mit der Allah die Menschen geschaffen hat. Es gibt keine Veränderung an Allahs Schöpfung. Das ist der beständige Glaube. Allein die meisten Menschen wissen es nicht.
In die, vorangegangenen Sure beschreibt Allah swt die Natur des Menschen. Diese ist jemanden zu dienen und zu jemandem zu beten. Dies ist ein Naturgesetz genauso wie die Schwerkraft.
Am Anfang wird dem Menschen dazu empfohlen sich dem Glauben zu zuwenden. Der Glaube an einen einzigen Gott. In anderen Worten sagt uns Allah swt, dass wir ihm dienen sollen, denn dies ist der wahre Glaube. Wenn wir dies unterlassen, dann ist es kein Wunder, wenn wir anfangen Menschen oder andere Dinge zu dienen/anzubeten. Wie schon erklärt ist dies die Natur des Menschen. Unser Herr will nicht, dass wir Sklaven der Gesellschaft oder eines falschen “Gottes” werden. Nur ihm alleine sind wir unterworfen und nur vor ihm müssen wir uns verantworten. Die meisten Menschen sind sich dessen jedoch nicht bewusst und laufen in Gefahr Marionetten anderer zu werden.
Lassen wir uns die anderen Suren betrachten.
31 Wendet euch zu Ihm und fürchtet Ihn und verrichtet das Gebet und seid nicht unter den Götzendienern.
Wir sollen Allah swt fürchten und sonst keinen. Dies ist gerade in der heutigen Zeit ein großes Thema. Jeder möchte seinen Platz in der Gesellschaft haben, aber das “Anpassen” kann leicht dazu führen gegen seine Religion zu handeln. Es gibt auch kein Mittelmaß, den es heißt wir sollen nicht UNTER den Götzendiener sein. Wir sind verpflichtet uns von jeglicher Art des Shirks zu distanzieren.
32 Von denen, die ihren Glauben gespalten haben und zu Parteien geworden sind - jede Partei freut sich über das, was sie selbst hat.
Hier werden die Sekten vorgeführt und es wird klar gestellt in dieser Sure, dass sie sich ihres Anteils erfreuen, aber das heißt nicht, dass Allah swt sie abgesegnet hat.
33 Und wenn die Menschen ein Schaden trifft, dann rufen sie ihren Herrn an und wenden sich reumütig zu Ihm; hernach aber, wenn Er sie dann von Seiner Barmherzigkeit kosten lässt, siehe, dann stellen einige von ihnen ihrem Herrn Götter zur Seite
Diese Sure ist sehr Interessant, denn in der Regel lesen wir über diese Worte hinweg, da wir ja alle wissen, dass Beigesellung nichts glorreiches ist. Wenn man aber sich darüber Gedanken macht, dann erkennt man sich selbst in der Sure wieder. Dies ist ein Phänomen bei den Menschen, denn nach dem “Leid” kommen immer bessere Zeiten und was machen wir in solchen Zeiten? Mit der Erleichterung und der Zufriedenheit unseres Lebens geht unsere Motivationskurve etwas nach unten. Wir verfüllen zwar unsere Pflichten, aber nur weil diese unsere Pflichten sind. In schwierigen Zeiten benötigen wir die Nähe und wir suchen den Kontakt mit unserem Schöpfer, um Trost, Rat und Hilfe zu erlangen. Wenn wir diese Hilfe jedoch nicht mehr benötigen, wenden wir uns nicht mehr auf diese Weise unserm Herrn zu.
34 und verleugnen somit das, was Wir ihnen gegeben haben. Ergötzt euch denn (eine Weile), bald jedoch werdet ihr es wissen.
35 Haben Wir ihnen etwa eine Ermächtigung niedergesandt, die für das spräche, was sie Ihm zur Seite stellen?
Ein Problem wird es, wenn wir diesem Handeln gegenüber Blind sind und es uns nicht bewusst ist. Diese Barmherzigkeit kann auch zu einem Test werden und vllt. Will Allah swt uns gerade in den guten Zeiten Testen. Diese Barmherzigkeit können unsere Kinder, unser Ehepartner, Geschwister, Freunde, Geld, Karriere …ect. sein. Manchmal, wenn es uns “zu gut geht”, wenden wir uns zu diesen Menschen und Dingen mehr zu, als zu Allah swt. Wir denken nur noch an xy, richten unseren Tagesablauf nach xy und alles dreht sich um xy. Wir verbringen unsere Freizeit über xy zu denken, wenn dir nicht gerade mit xy sind. Alleine davon zu reden macht uns schon deutlich, dass hier etwas nicht stimmt. Nur Allah swt kann bei uns an 1. Stelle sein. Was hier passiert ist, dass wir anfangen das Geschenk mehr zu lieben, als denjenigen, der uns diese Geschenk gemacht hat, Allah swt.
36 Und wenn Wir die Menschen Barmherzigkeit kosten lassen, freuen sie sich darüber; doch wenn sie ein Übel um dessentwillen trifft, was ihre eigenen Hände vorausgeschickt haben, siehe, dann verzweifeln sie.
37 Haben sie denn nicht gesehen, dass Allah dem, dem Er will, die Mittel zum Unterhalt erweitert und beschränkt? Hierin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben.
Wir Menschen neigen dazu voreilige Entschlüsse zu ziehen. Eine Barmherzigkeit von Allah swt kann leicht zum Fluch werden, wenn wir uns nicht an die Spielregeln halten. Und wenn dies dann der Fall ist, dann verzweifeln wir , fragen nach dem Grund, sind bestürzt…usw. Das eigentliche Problem erkennen wir meistens erst, wenn es zu spät ist. Es kann sein, dass wir plötzlich unerwartet Geld bekommen haben. Nun diese eine gute Neuigkeit für jeden, aber was passiert nun, wenn wir dieses Geld an Orten ausgeben, an denen wir uns nicht aufhalten sollten als Muslime. Wenn jemand sein ganzes Geld beim Glücksspiel verliert, dann haben wir kein großes Mitleid, weil der durchschnittliche Mensch weiß, dass es keine kluge Entscheidung war sein ganzes Geld zu verspielen. Diese betroffene Person wird jedoch nur den Verlust sehen und sich fragen weshalb das Geld so schnell genommen wurde und warum diese Person verloren hat, nicht den Jackpot bekommen hat..ect. Das Gleiche sehen wir bei Ehepaaren. Einer von Ihnen kann eine glückliche Ehe kaputt machen, indem er gegen die Gebote von Allah swt handelt. Dies ist auch nichts anderes, als wenn man sein ganzes Geld verspielt, denn am Ende haben beide gegen die Gebote verstoßen. Bei Beziehung versuchen die Menschen es jedoch immer komplizierter zu machen. Es ist aber simple jeder hat Rechte und jeder hat Pflichten, wenn diese nicht eingehalten werden, dann warum sich wundern, wenn der Partner irgendwann nicht mehr mitspielt?
Die letztere Sure betont, dass Allah swt letztendlich entscheidet wem er was gibt. Manchmal haben wir auch das Gefühl wir tun und machen und bemühen uns, aber wir bekommen dennoch nicht das was wir “verdient” haben. Wir müssen verstehen, dass nicht jeder Reich und Erfolgreich sein kann, sowie nicht jeder seinen “Traumpartner” haben wird. Vielleicht wünscht sich einer Kinder, aber kann selbst keine bekommen. Es gibt Dinge, die kann man nicht beeinflussen, selbst wenn man der Beste Muslim ist den es gibt. Hier ist aber eine Erleichterung auch zu sehen, denn man muss sich selbst nicht immer diesen Druck aussetzen von der Gesellschaft. Wir konzentrieren uns nur auf dem rechten Pfad zu bleiben und Allah swt um Hilfe zu bitten uns auf seinem geraden Pfad zu halten.